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Schelmish war eine Mittelalterrock-Band aus Bonn. Die Formatio wurde 1999 anlässlich des Geburtstags der Mutter von Des Demonia gegründet.

BandgeschichteBearbeiten

Musikalisch hat Schelmish die Wurzeln im Irish Folk. Heute sind sie wohl am ehesten „Mittelalter-(Punk-)Rock“ zuzuordnen.

Die erste CD von Schelmish heißt „Von Räubern, Lumpen und anderen Schelmen“, die 2000 erschien. Auf dieser CD ist die Urbesetzung von Schelmish zu finden. Die CD besteht aus traditionellen, mittelalterlichen Liedern.

Die zweite CD der Band heißt „Aequinoctium“, auf der ebenfalls nur traditionelle, mittelalterliche Lieder zu finden sind. Sie erschien im Jahre 2001. Zu dieser CD kam das Mitglied Balitur hinzu und die Mitglieder Igerne und Buchanan verließen die Band.

Auf der „Codex Lascivus“, der dritten CD von Schelmish, die 2002 erschien, finden sich erstmals eigene Stücke der Band. Amsel von Nydeggen, Fragor das Schlagfertige, Sakepharus der Schmierenkomödiant und Septimus treten der Band bei. Gleichzeitig verlassen Morbius, Balitur und Bajonne Schelmish. Diese CD beinhaltet das instrumentale Stück „Rotta“, das traditionell bei jedem Konzert gespielt wird.

Die Besetzung auf der vierten CD „Tempus mutatur“ ist bis auf das Fehlen von Septimus die gleiche wie die der „Codex Lascivus“. Besonders an „Tempus mutatur“ ist, dass erstmals als Bonustrack ein zusätzlich mit E-Gitarren und Bass gespieltes Stück zu finden ist. Gastsänger bei „Veris Dulcis“ und „Le pôvre Villon“ ist Michael Rhein von In Extremo. Erscheinungsjahr ist das Jahr 2003.

Nach den vier Studioalben von Schelmish erschien eine Maxi-Single von „Si salvas me“, welche 3 Versionen von „Si salves me“, der Hymne der Burg Satzvey, und einen weiteren Track enthält. Die Maxi-Single, die im Jahr 2003 erschien, ist ein Vorgeschmack auf das nachfolgende Studioalbum „Igni Gena“, da der Track „Si salvas me“ auf dieser zu finden ist. Seit dieser CD ist Luzi das L bei Schelmish dabei, Baccata verließ Schelmish aus gesundheitlichen Gründen.

Mit der fünften CD „Igni Gena“ aus dem Jahr 2004 erkennt man, dass der Rhythmus deutlich schneller ist, als bei den vorherigen Alben. Außerdem gibt es ein mit HipHop/Rap angehauchtes Stück - „Ich was ein Chint“ -, welches eine Variation des mittelalterlichen „Ich was ein Chint so wolgetan“ aus den Carmina Burana ist. Gastsänger bei diesem Lied ist erneut Michael Rhein von In Extremo. Eine Coverversion von Johnny Cash's „Ring of Fire“ mit mittelalterlichen Instrumenten und dem Gesang von Dextro ist auch enthalten.

2005 kam Schelmish dem Wunsch nach einer Live CD nach und es erschien eine Live CD namens „Schelmish - Live“. Auf der CD befindet sich der komplette Liveauftritt inklusive Intro und Ansagen aus der Kulturfabrik Krefeld vom 29. Januar 2005. Gastspielerin ist die rote Füchsin von Filia Irata. Amsel von Nydeggen ist bei dieser Live CD nicht mehr dabei.

Zwei Monate danach erschien ihre erste DVD „Coetus“. Diese enthält neben Auftritten aus der KuFa Krefeld (Live CD) auch andere Auftritte aus verschiedenen Touren (u.a. mit dem letzten Einhorn und Flex dem Biegsamen von In Extremo), zwei Musikvideos als Vorgeschmack auf die nachfolgende CD „Mente Capti“, zahlreiche Interviews, CD-Previews, Fotos, Eastereggs und einen Spielfilm über Schelmish. Außerdem gilt diese DVD nebenbei als Abschiedprojekt für Amsel von Nydeggen. Sie ist auf älteren Tourauftritten und im Spielfilm zu sehen. Ebenfalls im Spielfilm zu sehen ist die rote Füchsin von Filia Irata.

„Mente Capti“ ist der Name des sechsten Studioalbums, das im Juli 2006 veröffentlicht wurde. Zum ersten Mal seit „Codex Lascivus“ bestand die Band wieder aus acht Mitgliedern, da sie durch den Gitarristen Marquis de Guis und den Bassisten Naj O, den Reinen (später durch Johannes, den Säufer ersetzt) erneut komplettiert wurden. Während auf den Vorgängeralben fast ausschließlich Lieder mit mittelalterlichen Instrumenten gespielt wurden, standen bei „Mente Capti“ diesmal Lieder mit Rockinstrumenten, also E-Gitarren, Schlagzeug und E-Bass, im Vordergrund. Auf diese Weise wurden alte Lieder neu interpretiert (Rabenballade), aber auch neue Lieder und Texte geschrieben, die von Liebe und Schwermut (Weiße Fesseln, Der letzte Kuss) und Spaß (Pank!) handeln. Der Gesang wurde diesmal hauptsächlich von Rimsbold übernommen, während Dextro und Fragor sich stärker auf Saiteninstrumente, Luzi und Des Demonia auf Blasinstrumente und Sakepharus auf das Schlagzeug konzentrierten.

Anfang 2007 verließ Sakepharus die Band und zog sich in sein Familienleben zurück. Sein Ausstieg wurde schon 2 Monate vorher angekündigt und als neue Mitglieder kamen zeitgleich Dschieses und Picus (von „Vivus Temporis“, die sich gerade aufgelöst hatten) in die Band. Auch Johannes der Säufer verließ die Band zum 30. Juni 2007 und wurde am Bass durch Sideribus illustris ersetzt.

Am 19. Oktober 2007 wurde das siebte Album der Band mit Namen „Wir werden sehen“ veröffentlicht und gleichzeitig eine Tournee gestartet. Als Single erschien bereits im September „Moor“, die zwei Titel der CD und zwei Stücke, die nicht auf dem Album zu finden sind, beinhaltet. Anfang 2008 verließen Dschieses und Sidberibus die Band aus zeitlichen Gründen wieder. Ihre Nachfolger wurden Samtron am Schlagzeug und Alexis de la Vega am Bass. Nach fast sieben Jahren verließ dann im April 2008 auch Fragor die Band. Nachdem er schon 2007 nur noch auf Mittelalter-Auftritten und nicht mehr auf Rockkonzerten präsent war, zog er sich nun endgültig in sein Privatleben zurück. Seine Nachfolge am Schlagwerk trat ebenfalls Samtron an. Weitere personelle Veränderungen folgten. Gitarrist Marquis de Guis verließ aus familiären Gründen die Band und wurde von Daniel San abgelöst. Auch Bassist Alexis de la Vega konnte aus beruflichen Gründen der Band nicht mehr die erforderliche Zeit widmen. Sein Nachfolger wurde Der Hai.

Anfang des Jahres 2009 wurden die Arbeiten zum Album „Die hässlichen Kinder“ aufgenommen, welches im Oktober veröffentlicht wurde. Daniel San und Der Hai verließen jedoch zwei Wochen vor Tourstart die Band wieder, woraufhin Schelmish gezwungen war in kürzester Zeit neue Musiker zu finden um die Tour durchführen zu können. Patrick Lange (vormals bei Tanzwut und Corvus Corax) und Sascha nahmen die Herausforderung an und spielten die Tour mit Schelmish. Patrick entschied sich bei Schelmish zu bleiben und fortan Bass und Schlagwerk zu spielen. Samtron verlässt den Mittelalterbereich und übergibt an Patrick, der zuvor bei Corvus Corax und Tanzwut war, wird jedoch weiterhin der Rockformation angehören.

Im April 2010 erschien das neue Studioalbum "Persona non grata", an welchem die Band, zum ersten Mal seit "Igni Gena", den mittelalterlichen Pfad weiterführen möchte.

AuflösungBearbeiten

Luzi das L verließ Ende 2010 die Band nach über sieben Jahren und wechselte zu Saltatio Mortis. Schelmish löste sich schließlich 2012 auf und gründete sich als InVictus neu.

MitgliederBearbeiten

Aktuellste BesetzungBearbeiten

Dextro (Gesang, Sackpfeifen, Bouzouki, Flöten, Drehleier, Bombarde, Schalmei)

Des Demonia (Gesang, Sackpfeifen, Bouzouki, Percussion)

Rimsbold von Tiefentann (Gesang, Sackpfeife, Schalmei)

Samtron (Schlagzeug, Gesang)

Picus von Corvin (Davul, Percussion, Sampling, Keyboard)

Okusa, ehem. Patrick, der Kalauer (Schlagwerk, E-Gitarre, Gesang)

Der Zahl (Bass)

Ehemalige MitgliederBearbeiten

Luzi das L (Sackpfeife, Schalmei, Bozouki) Igerne (Gründungsmitglied) (Gesang, Percussion)

Buchanan (Gründungsmitglied) (Tiompan, Flöten, Low Whistle, Uilleann Pipes, Scottish War Pipes)

Bajonne (Gründungsmitglied) (Gesang, Darbuka, Bouzouki)

Morbius (Gründungsmitglied) (Gitarre, Laute, Cister)

Baccata (Gründungsmitglied) (Gesang, Davul, Sackpfeifen, Percussion)

Johannes der Säufer (Bass)

Sakepharus der Schmierenkomödiant (Gesang, Percussion, Schlagwerk, Davul)

Naj O, der Reine (Bass)

Amsel von Nydeggen (Gesang, Sackpfeifen, Schalmei, Bombarde, Flöten, Drehleier, Cornamuse, Harfe)

Balitur (Gesang, Schalmei, Flöten, Zimbeln)

Septimus (Laute, Cister)

Dschieses von Haagesteyff (Percussion, Geige)

Sideribus Illustris (Bass)

Fragor der Schlagfertige (Schlagwerk, Percussion, Trumscheit)

Marquis de Guis (Gitarre, Mandoline, Irish Bouzouki, Perkussion)

Alexis de la Vega (Bass)

Daniel San (E-Gitarre)

Der Hai (Bass)

DiscografieBearbeiten

  • 2000: Von Räubern, Lumpen und anderen Schelmen (Akustik)
  • 2001: Aequinoctium (Akustik)
  • 2002: Codex Lascivus (Akustik)
  • 2003: Tempus Mutatur (Akustik)
  • 2004: Igni Gena (Akustik)
  • 2005: Schelmish Live (Live-CD) (Akustik)
  • 2006: Mente Capti (Mittelalterrock)
  • 2007: Wir werden sehen (Mittelalterrock)
  • 2009: Die hässlichen Kinder (Mittelalterrock)
  • 2010: Persona non grata (Akustik)